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Eigenkapital–Vorgaben von Basel III weit überschritten

Eigenkapital-Vorgaben von Basel III weit überschritten

Geldinstitute mit vergleichsweise geringem Eigenkapital sind besonders anfällig für Krisen. Sie bekommen schnell selbst Probleme, sobald private Schuldner vermehrt Zahlungsschwierigkeiten haben oder gar insolvent werden bzw. ganze Staaten kurz davor stehen, ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachzukommen.

Für Bankkunden, die bei ihren Instituten im Vertrauen auf deren Solidität teils große Beträge angelegt haben, eine heikle Situation. Denn geht eine Bank oder Sparkasse in die Insolvenz, sind die Kundeneinlagen zunächst erheblich gefährdet. Oft müssen diverse Sicherungseinrichtungen einspringen, um die Kundenvermögen zu schützen. Grundsätzlich gilt also: Je besser ein Geldinstitut mit Eigenkapital ausgestattet ist, desto größer die Einlagensicherheit und umso mehr können Kunden dieser Bank oder Sparkasse vertrauen.

Aus diesem Grund hat sich die Kreditwirtschaft, auch auf Druck des Gesetzgebers, auf die Erfüllung bestimmter Eigenkapitalquoten geeinigt. Die Vereinbarungen tragen die griffigen Bezeichnungen Basel I, Basel II und – als aktuelles Übereinkommen – Basel III. Dieses gilt jedoch erst ab dem Jahr 2019 und setzt die Eigenkapitalanforderungen an die Banken im Vergleich zum Vorgänger Basel II noch einmal spürbar herauf.

Das Bankhaus Jungholz nimmt in punkto Einlagensicherheit und Eigenkapitalausstattung über die Zugehörigkeit zur Raiffeisenbank Reutte im Branchenvergleich eine gute Position ein. Denn bereits heute verfügt die Raiffeisenbank Reutte über eine Kernkapitalquote von über 16 Prozent. Diese übertrifft die ab dem Jahr 2019 deutlich erhöhten Basel III-Anforderungen an die Ausstattung mit Eigenkapital um die Hälfte. Zu verdanken ist dies der weitsichtigen und konservativen Geschäftspolitik der Raiffeisenbank Reutte. So hatten und haben die weltweite Finanzkrise und die europäische Staatsschuldenkrise so gut wie keine negativen Folgen für die Bank.

Die Raiffeisenbank Reutte hält in seinen eigenen Depots keine verbrieften Kredite wie insbesondere Wertpapiere, die von der US-Hypothekenkrise betroffen sind. Zudem finden sich im Eigenbestand auch keine Kreditderivate. Gleiches gilt für Engagements in Schuldverschreibungen von amerikanischen Investmentbanken.

Diese konservative Anlage- und Geschäftspolitik erfordert – im Gegensatz zu zahlreichen Wettbewerbern – keine Wertberichtigungen infolge der Finanz- oder sonstiger Krisen. Die Raiffeisenbank Reutte verfügt über mehr Kundeneinlagen als Ausleihungen und hat deshalb eine komfortable Liquiditätssituation. Das Kreditgeschäft ist dezidiert konservativ ausgerichtet. Es erfolgt deshalb schwerpunktmäßig ausschließlich in der vertrauten Heimatregion und im angrenzenden Allgäu. Im Segment der Kreditverkäufe, der so genannten Kreditverbriefung, hat sich die Raiffeisenbank Reutte bis heute nicht engagiert.

Derzeit gilt noch Basel II in punkto Eigenkapitalausstattung. Das strengere Basel III erst ab dem Jahr 2019. Die Raiffeisenbank Reutte und somit das Bankhaus Jungholz sind auch in dieser Hinsicht der Zeit weit voraus.