Ein grundlegender Wert in ÖsterreichEinlagensicherheit

Das Bankhaus Jungholz gehört über die Raiffeisenbank Reutte reg.Gen.m.b.H. den österreichischen Raiffeisen-Einlagensicherungseinrichtungen an. Es unterliegt uneingeschränkt den Bestimmungen des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes (ESAEG) und ist Mitglied der für die gesetzliche Einlagensicherung und Anlegerentschädigung der Raiffeisen Bankengruppe zuständigen Österreichischen Raiffeisen-Einlagensicherung eGen.

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Auf der Homepage der Österreichischen Raiffeisen-Einlagensicherung eGen (www.raiffeisen-einlagensicherung.at) finden Sie die erforderlichen Informationen für

  • die Einleger, insbesondere Informationen über die Bestimmungen für das Verfahren zur Erstattung von Einlagen und die Bedingungen der Einlagensicherung sowie
  • die Anlegerentschädigung.

Die wesentlichen Bestimmungen des ESAEG sind nachstehend zusammengefasst. Im Übrigen verweisen wir auf die gesetzlichen Bestimmungen, die wir auf Wunsch gerne zur Verfügung stellen.

Einlagensicherung

Der Einlagensicherung unterliegen sämtliche Einlagen und Guthaben samt Zinsen auf Konten und Sparbüchern bei in Österreich konzessionierten Kreditinstituten, z.B. Girokonten, Gehalts- und Pensionskonten, Festgeldkonten, Sparbücher und Bausparverträge.

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  • Umfang der Einlagensicherung
    Einlagen von natürlichen und nicht natürlichen Personen sind jeweils pro Einleger bis zu EUR 100.000,- gesichert, unabhängig davon, ob es sich um eine private oder berufliche Einlage handelt. Der Höchstbetrag bezieht sich immer auf ein Kreditinstitut (auch wenn dieses unter unterschiedlichen Marken auftritt).

  • Gemeinschafts- und Treuhandkonten
    Bei Gemeinschaftskonten gilt die Obergrenze von EUR 100.000,- für jeden Einleger. Einlagen auf einem Konto, über das zwei oder mehr Personen als Gesellschafter einer offenen Gesellschaft, einer Kommanditgesellschaft, einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts oder einer diesen Gesellschaftsformen entsprechenden Gesellschaft nach dem Recht eines Mitgliedstaats oder eines Drittlands verfügen können, werden bei der Berechnung der erstattungsfähigen und gedeckten Einlagen zusammengefasst und als Einlage eines Einlegers behandelt. Bei offengelegten Treuhandkonten gelten die Treugeber als Einleger.

  • Temporär höhere Einlagen
    Unter besonderen Voraussetzungen sind temporär höhere Einlagen bis zu einem Gesamtauszahlungsbetrag von EUR 500.000,- gesichert.

Anlegerentschädigung

Der Anlegerentschädigung unterliegen Forderungen gegen das Kreditinstitut aus dem Handel oder der Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren, z.B. Verkaufserlöse, Zinsen oder Dividenden (= Erlöse aus Wertpapiergeschäften, z.B. Verkaufserlöse, Zinsen oder Dividenden).

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  • Umfang der Anlegerentschädigung
    Geldforderungen aus der Anlegerentschädigung sind sowohl bei natürlichen Personen als auch bei nicht natürlichen Personen mit höchstens EUR 20.000,- gesichert. Forderungen von nicht natürlichen Personen sind jedoch mit 90 % der Forderung aus Wertpapiergeschäften pro Anleger begrenzt.

Abgrenzung Einlagensicherung – Anlegerentschädigung

Es besteht kein Anspruch auf Doppelentschädigung dadurch, dass für ein und dieselbe Forderung Entschädigung nach den Bestimmungen der Einlagensicherung und der Anlegerentschädigung ausbezahlt wird. Forderungen aus durch die Einlagensicherung gedeckte Guthaben von Konten sind aus der Einlagensicherung zu entschädigen.

Wertpapiere

Darüber hinaus stehen Vermögenswerte in den Kundendepots (Anleihen, Aktien, Fonds, etc.) im Falle einer Insolvenz der Bank direkt dem Kunden zu und würden somit in einem derartigen Fall aus der Konkursmasse ausgesondert werden.

Regelung für höhere Anlagebeträge

Alle Geldanlagen, die die gesetzliche Einlagensicherung bzw. Anlegerentschädigung übersteigen, würden im Fall einer Bankinsolvenz gemäß der Konkursquote ausbezahlt. Dies ist aber in der über 125-jährigen Geschichte von Raiffeisen Österreich noch nie vorgekommen! Zusätzlich sind folgende Institutionen zur Sicherung der Kundengelder aktiv:

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  • Solidaritätsverein der Tiroler Raiffeisen-Geldorganisation
    Die Raiffeisenbanken der RBG Tirol haben gemeinsam mit der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG einen Solidaritätsverein eingerichtet, der durch geeignete Maßnahmen sicherstellt, dass in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Vereinsmitglieder Hilfestellung erhalten.
  • Institutssicherung
    Im Dezember 2013 wurde aufgrund von Änderungen im gesetzlichen Umfeld ergänzend zu den bereits bisher bestehenden Schutzmechanismen (Solidaritätseinrichtungen, Kundengarantiegemeinschaft) ein „Institutsbezogenes Sicherungssystem“ auf Bundesebene (B-IPS) eingerichtet, dem sowohl die Raiffeisenlandesbanken als auch die RZB sowie einige Spezialinstitute (Raiffeisen Bausparkasse und Raiffeisen Wohnbaubank) angehören. Zentraler Gegenstand dieses Systems ist die Sicherung des Bestandes der teilnehmenden Institute. Daraus ergibt sich wiederum auch ein Schutz von Kunden-Einlagen der teilnehmenden Institute.
    Ähnliche institutsbezogene Sicherungssysteme wurden auch auf Ebene einzelner Bundesländer (L-IPS) zwischen der jeweiligen Raiffeisenlandesbank und den jeweils teilnehmenden Raiffeisenbanken eingerichtet.
  • Kundengarantiegemeinschaft
    Zudem ist die Bank Mitglied in der Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft, der die teilnehmenden Raiffeisenbanken und Raiffeisenlandesbanken, die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG sowie die Raiffeisen Bank International AG angehören. Diese Gemeinschaft garantiert in Ergänzung zur österreichischen gesetzlichen Einlagensicherung für bis zu 100 % der Kundeneinlagen und Wertpapieremissionen von teilnehmenden Banken unabhängig von der Höhe der gemeinsamen wirtschaftlichen Tragfähigkeit der teilnehmenden Banken.

Ausnahmeregelungen

Beachten Sie, dass bei den Sicherungssystemen verschieden Ausnahmen gelten. Diese sind im Folgenden vereinfacht dargestellt. Nicht gesichert sind insbesondere:

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  • Einlagen und Forderungen aus WP-Geschäften von Kredit- und Finanzinstitutionen, Versicherungsunternehmen sowie von Wertpapierfirmen,
  • Einlagen und Forderungen aus WG-Geschäften von Pensions- und Rentenfonds sowie von Organismen zur gemeinsamen Wertpapierveranlagung,
  • Einlagen und Forderungen aus WP-Geschäften von Staatlichen Stellen, insbesondere von Staaten, regionalen und örtlichen Gebietskörperschaften sowie Zentralverwaltungen,
  • Eigenmittelbestandteile, Schuldverschreibungen sowie Verbindlichkeiten aus eigenen Akzepten und Solawechsel eines Kreditinstitutes sowie darauf basierende Forderungen aus WP-Geschäften,
  • Einlagen und Forderungen aus WP-Geschäften, die im Zusammenhang mit Transaktionen entstanden sind, aufgrund deren Personen wegen Geldwäsche rechtskräftig verurteilt wurden,
    Einlagen, bei denen bis zum Eintritt eines Sicherungsfalls die Identität ihres Inhabers niemals gemäß den §§ 40 bis 41 BWG festgestellt wurde, es sei denn, die Identifizierung gemäß den §§ 40 bis 41 BWG wird innerhalb von zwölf Monaten nach Eintritt des Sicherungsfalls nachgeholt,
  • Forderungen aus WP-Geschäften von dem Kreditinstitut nahestehenden Personen, wie Geschäftsleitern, Mitglieder des Vorstandes, des Aufsichtsrates, persönlich haftende Gesellschafter (bei Personengesellschaften des Handelsrechts), Rechnungsprüfer der Bank und Personen, die mind. 5 % Kapital der Bank halten, auch wenn diese Personen in ihrer Funktion für verbundene Unternehmen der Bank tätig sind (ausgenommen bei unwesentlichen Beteiligungen),
  • Forderungen aus WP-Geschäften von Angehörigen der dem Kreditinstitut nahestehenden Personen sowie Dritte, falls der nahe Angehörige oder der Dritte für Rechnung der dem Kreditinstitut nahestehenden Personen handelt,
  • Forderungen aus WP-Geschäften anderer Gesellschaften, die verbundene Unternehmen (§ 244 UGB) des Kreditinstitutes sind,
  • Forderungen aus WP-Geschäften, für die der Forderungsberechtigte auf individueller Basis Zinssätze oder andere finanzielle Vorteile erhalten hat, die zu einer Verschlechterung der finanziellen Lage des Kreditinstitutes oder der Wertpapierfirma führen,
  • Forderungen aus WP-Geschäften von Unternehmen, die die Voraussetzungen für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 221 Abs. 3 UGB erfüllen.

    Details zu der gesetzlichen Einlagensicherung finden Sie unter www.raiffeisen-einlagensicherung.at